|
Liebe Leserin, lieber Leser!
Die Zeichen der Zeit deuten darauf hin, dass Europa an einem Scheideweg steht. Eine mit politischem Ziel eingeführte Währung verleitete allzu oft und allzu lange dazu, in den Staatshaushalten die ökonomische Rationalität als nachrangig zu betrachten. Im VDA nehmen wir aufmerksam eine sich verändernde Stimmungslage in Südtirol wahr. Viele Südtiroler fühlen sich nicht mehr nur als Opfer einer ungerechten Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg, sondern fürchten auch, mit ihrem erarbeiteten Wohlstand für die Sanierung des hoch defizitären italienischen Staatshaushalts herangezogen zu werden. Unter diesen Umständen verstärken sich die politischen Kräfte, die eine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Selbstbestimmungsrecht dieses Landesteils einfordern.
Eine weitere Grundfrage, der wir uns zu stellen haben, ist der rapide Rückgang des Deutschunterrichts in den Schulen Europas. Ursächlich dafür ist eine veränderte Schulpolitik, die fast einheitlich auf Englisch als erste Fremdsprache setzt. Mit einer anderen Sachlage werden wir in Übersee konfrontiert: Fortlaufend erhalten wir Hilferufe beispielsweise aus dem südlichen Afrika oder aus Südamerika, dass man dort den Deutschunterricht aus Mangel an Lehrern nicht mehr lange auf dem gewohnten und wünschenswerten Stand aufrechterhalten kann oder Unterstützung beim Neuaufbau eines Unterrichtsangebots braucht. Auch in den stark von deutschen Auswanderern geprägten Gebieten droht ansonsten mit dem Generationswechsel ein weiterer Sprachverlust.
Wir wollen Ihnen aber auch eine entspannende Lektüre bieten. Lesen Sie von der Jubiläumsfeier des VDA, oder mit welcher Freude unsere Landsleute ihre Heimat in Mähren vorstellen oder andere VDA-Mitglieder von ihren Reiseerlebnissen berichten.
Dass Weihnachten ein uns weltweit verbindendes Fest ist, erfahren wir immer wieder aus Einsendungen wie der nebenstehend abgedruckten. Die Deutsch-Argentinischen Verbände lassen uns daran teilhaben, wie sie das Weihnachtsfest in Buenos Aires feiern und senden damit ein Zeichen der Verbundenheit zu uns allen.
Wir freuen uns auf ein gemeinsames neues Jahr, zu dem wir allen unseren Leserinnen und Lesern Gottes Segen wünschen.
Dr. Wolfgang Betz
Stellv. Bundesvorsitzender des VDA
Inhalt
Ein Wort voraus
Jubiläum 130 Jahre VDA Künstler - Julius Vollmer: "Ich, der Paradiesvogel aus dem Südosten..."
Jugend - VDA-Briefmarkentauschbörse
Kirche - Zur Entwicklung der evangelischen Gemeinden in Moldawien
Geschichtliches - Karl Schmidt - Geschichte eines deutschen Humanisten aus Bessarabien
Reiseziele - Schön willkommen im Schönhengster Land!
Reise - Bahnreise durch Osteuropa
VDA-Fotowettbewerb - "Rodelbahn bei Schnee geschlossen..."
Südtirol Erinnerungen - Die Deutsche Schule in Bilbao (Spanien) 1928 - 1936
Lebenswege - Das vergisst man nicht. Als Deutschlehrerin in der Sowjetunion 1945 - 1953
Für Sie gelesen - Peter Watson: Der deutsche Genius
- DAAD: In der Ferne zuhause, die Heimat im Blick
- Eduard Isaak, Robert Korn: "Es war einmal..."
- Das Liedgut der Deutschen aus Russland
- Mykhailo Kostiuk: Evangelisch-lutherische Kirche in Lutsk
Rund um den Globus - Deutsche Minderheit enttäuscht über ihr Abschneiden bei den Parlamentswahlen in Polen
Briefe an die Redaktion
Bundesverband - Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl erhält Sonderpreis "Goldene Brücke des Dialogs 2010"
- Deutsche Volksgruppe in Schlesien erfüllt wichtige Brückenfunktion "Volksdeutsche, Auslandsdeutsche, Rumäniendeutsche, Aussiedler..."
- Die Sprache des deutschen Volkes - eine Last für seine Politiker?
- VDA-Chordirigentenseminare in Südamerika 2011 und Ausblick
Aus den Landesverbänden
Verein
|