Einladung zur

VDA-Hauptversammlung 2010

Samstag, 23. Oktober 2010, 14.00 Uhr

Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund

Mohrenstraße 64,10117 Berlin

Tagesordnung:

·        Begrüßung der Teilnehmer

·        Genehmigung der Tagesordnung

·        Berichte:

Bundesvorstand

Verwaltungsrat

Geschäftsführung

·       Aussprache zu den Berichten

·        Wahl der Mitglieder des Verwaltungsrates

·        Behandlung von Anträgen*

·        Verschiedenes  

 * Anträge auf Erweiterung der Tagesordnung richten Sie bitte bis zum 08.Oktober 2010 an die Bundesgeschäfts­stelle des VDA, Kölnstraße 76, 53757 Sankt Augustin

 Öffentliche Veranstaltung zum Thema

„Der Beitrag der deutschen Einwanderer bei Gründung, Aufbau und Entwicklung Argentiniens“

Samstag, 23.Oktober 2010, 16.00 Uhr

Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund

Mohrenstraße 64,10117 Berlin

Programm:

  •  Begrüßung durch den Bundesvorsitzenden, PStS Hartmut Koschyk, MdB
  • Grußwort des Botschafters der Republik Argentinien in Deutschland
  • Hauptvortrag von Prof. Dr. Holger M. Meding, Universität zu Köln
  • Korreferat von Botschafter a. D. Dr. Bernd Wulffen, Berlin
  • Beantwortung von Fragen und Diskussion

 

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VDA-Kalender 2011: "Deutsche Dichter und Denker"



Der Bildkalender des VDA für das Jahr 2011 widmet sich einem interessanten und dankbaren Thema – Deutsche Dichter und Denker. Die Kalenderblätter zeigen allerdings nicht – wie man das erwarten könnte – die Porträts deutscher Geistesgrößen, dargestellt werden vielmehr ihre  Geburtshäuser, Wohn- und Wirkungsstätten bzw. für sie errichtete Denkmäler.

Bei der Vielzahl herausragender Persönlichkeiten, die die deutsche Kulturgeschichte im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben, war die Auswahl der Motive nicht leicht. Die Koryphäen der klassischen deutschen Literatur – Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller – durfte natürlich nicht fehlen. So ist das Haus am Großen Hirschgraben, wo Goethe am 28. August 1749 „mittags mit dem Glockenschlage zwölf“ in Frankfurt zur Welt kam ebenso im Kalender vertreten wie das bescheidene Handwerkerhaus in der Niklastorstraße in Marbach, in dem Friedrich Schiller das Licht der Welt erblickte. Was für Frankfurt das Goethehaus ist für Lübeck das Buddenbrookhaus. Die Schriftsteller Heinrich und Thomas Mann haben hier viele Stunden verbracht. Mit dem nobelpreisgekrönten Roman „Buddenbrooks“ setzte Thomas Mann dem Haus in der Mengstraße ein literarisches Denkmal.

Alle im Kalender gezeigten Geburtshäuser, Wohn-  und Wirkungsstätten deutscher Dichter und Denker – außer den oben genannten zählen dazu noch das Klopstockhaus in Quedlinburg, das Lessinghaus in Wolfenbüttel, das Büchnerhaus in Riedstadt, das Stormhaus in Husum, das Geburtshaus von Karl Marx in Trier und der Hölderlinturm in Tübingen – sind heute als Museen oder Gedenkstätten eingerichtet und öffentlich zugänglich.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben viele deutsche Städte Denkmäler zur Erinnerung an ihre großen Söhne errichtet. Königsberg ehrte den berühmten Philosophen Immanuel Kant mit einem Standbild, das in den Wirren des Zweiten Weltkrieges verschwunden ist, auf Initiative von Gräfin Dönhoff nachgegossen und 1992 vor der Neuen Albertina im heutigen Kaliningrad wieder aufgestellt wurde.  Leipzig hingegen tat sich lange Zeit schwer mit der Ehrung von Gottfried Wilhelm Leibniz, erst 1883 wurde an der Thomaskirche ein Bronzedenkmal aufgestellt. In Hanau spendete ein angesehener Bürger und Mäzen bereits zu Lebzeiten der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm einen beträchtlichen Betrag für ein zu errichtendes Denkmal. Bis zur Enthüllung des Monuments im Oktober 1896 vergingen dann allerdings noch einige Jahrzehnte. Aber auch in jüngster Zeit wurden großen Persönlichkeiten des deutschen Volkes Denkmäler gesetzt, so Alexander von Humboldt 2009 im fränkischen Goldkronach.

Der neue Bildkalender des VDA enthält 13 Kunstdruckblätter, Format 24x34 cm und kann ab sofort über die VDA-Bundesgeschäftsstelle in Sankt Augustin bestellt werden. Preis: 10 Euro, inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Bei Abnahme von zehn Stück ein Gratisexemplar.

Bestellungen bitte richten an:
VDA-Verlags- und Vertriebs-GmbH
Kölnstraße 76
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 / 2 10 71
Fax: 02241 / 2 92 41
E-Mail:
vda.globus@t-online.de

 

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Die historischen Bild- und Spendenkalender des VDA 1957-2010

Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA)
gegründet 1881 als Allgemeiner Deutscher Schulverein

Nach der Wiedergründung des VDA schreibt der damalige Vorsitzende des Vereins für das Deutschtum im Ausland Reichskanzler a. D. Dr. Hans Luther im Herbst 1956 zum Geleit im VDA-Kalender 1957:

"Der VDA Kalender ist wieder da! Viele werden sich seiner noch gern erinnern. Nehmen Sie ihn bitte mit warmen Herzen auf. Wie einstmals soll der neuerstandene Kalender auch jetzt eine Brücke schlagen von der Heimat hinüber zu den deutschen Menschen in aller Welt.

Wir in der Heimat grüßen alle Landsleute in europäischen Nachbarländern und in Übersee, die in anderen Staaten neue Wurzeln geschlagen haben und denen deutsche Sprache und Kultur doch Lebenswerte geblieben sind. Sie haben nicht vergessen, wo ihre Wiege stand, sie tragen die Worte der Mutterliebe im Herzen, die als erste an ihr Ohr klangen und die deutsche Laute waren.

Wir grüßen alle, die in deutscher Sprache lehren und lernen und denen in deutschen Schulen Geschichte und Kultur der alten Heimat lebendig gemacht werden. Wir haben das Ziel des alten deutschen Schulvereins wieder aufgegriffen und wollen wie er helfen, daß die deutsche Schule auch außerhalb der Heimat ihr friedvolles Lebensrecht findet."

Umsichtige VDA-Mitglieder, die durch persönliche Sammelfreude das Auffinden und zur Verfügungstellen aller seit 1957 erschienenen Kalender ermöglichten, haben dazu beigetragen, dass nunmehr diese Belegexemplare vollständig im VDA-Archiv deponiert werden konnten.

Dieser Katalog enthält eine Abbildung des jeweiligen Kalenderdeckblattes und eine Beschreibung des Kalenders, eine Auflistung aller Kalenderblätter mit Bildbeschreibungen. Kalenderblätter, die als ausschneidbare Postkarten Verwendung finden konnten, sind besonders gekennzeichnet. Einzeldrucke der Postkarten sind bekannt. Insgesamt werden 420 Postkartenmotive nachgewiesen. Der Katalog umfasst 112 Seiten und ist für die Aufbewahrung im Ringbinder geeignet. Er ist erhältlich gegen einen Selbstkostenpreis von € 14,50 einschl. Versand und Porto.

Interessierte wenden sich an:
VDA-Landesverband NRW
Reinhard Spitzer
Telefon: 0234-496750
E-Post: lindenspitz@t-online.de



VDA-SCHÜLERAUSTAUSCH                                                           

die VDA-Schüleraustausch­saison 2009/2010 geht im April zu Ende. Es bleibt eine lebendige Erinnerung an begeisterte Austauschschüler/innen, die ihre Deutschkenntnisse enorm verbessert haben, sowie an ergrei­fende und tränenreiche Abschiedszenen.

Natürlich mussten wir auch ein paar Schwierigkeiten bewältigen, einige Gastfamilien haben sich vorzeitig von ihrem Gastkind getrennt. Aber auch in diesen Fällen, gab es am Ende bei allen Beteiligten Übereinstimmung und gegenseitiges Verständnis.

Wir sind schon auf die neue Austauschsaison gespannt, die in diesem Jahr im Mai beginnt.

Unser russischer Partner, der Internationale Verband der deutschen Kultur, hat für die Zeit von Mitte Mai bis Ende Juni eine Gruppe von 13 Schüler/innen aus verschiedenen Regionen Russlands angemeldet; die Mädchen und Jungen sind im Alter von 14-16 Jahren und verfügen über Deutschkenntnisse.

Das 3-monatige Programm mit Mittelamerika (El Salvador) beginnt Mitte September.

Die Schüler aus Namibia werden wir Mitte November für 2 Monate empfangen.

Zwischen Anfang Dezember und Januar werden die Austauschschüler/innen aus Südamerika für 2-3 Monate nach Deutschland kommen.

Bitte beachten Sie unsere Programmübersicht.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung als Gastfamilie.

Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine Email.

 


Internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz

 

Sprache als Grundlage für die Identitätssicherung der Russlanddeutschen

Aktuelle Fragen des Lernens und Lehrens der deutschen Sprache

Moskau, 28. – 31.10.2009

Auf Einladung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur (IVDK) nahmen 150 Personen an der Konferenz teil, die mit Ausnahme des 29.10.2009, an dem das Goethe-Institut Moskau seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, im Deutsch-Rus­sischen Haus in Moskau stattfand. Die große Mehrheit der Teilnehmer bildeten die Vertreter der im IVDK verbundenen Begegnungszentren der Russland­deutschen in der Russischen Föderation. Zugegen waren aber auch 28 Teilnehmer aus dem Aus­land, die unterschiedliche Institutionen und Organisationen vertraten und z. T. Gruß­worte an die Konferenzteilnehmer richteten. Dazu gehörten Ministeri­aldirigent Frank Willenberg vom Bundesministerium des Innern in Vertretung des zum Zeitpunkt der Eröffnung der Konferenz noch verhinderten Parlamentarischen Staatssekretärs und Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und na­tionale Minderheiten Dr. Christoph Bergner, Torsten Brezina von der GTZ Moskau, Dr. Christoph Veld­hues vom Goethe-Institut Moskau, Helmut Graff vom VDA, Prof. Dr. Renate von Lu­danyi von der German Language School Conference in den USA und Dr. Gregor Berghorn vom DAAD. Von der Zentralstelle für das deutsche Aus­landsschulwesen war zwar ein Vertreter angekündigt, aber nicht erschienen.

Die Konferenz stand in einem thematischen und politischen Zusammenhang mit dem vom VDA am 17.06.2009 in Berlin initiierten und in Zusammenarbeit mit Dr. Kai Lin­demann von der Stiftung Verbun-denheit mit den Deutschen im Ausland moderierten Fachge-spräch zum Thema „Stand und Perspektiven der Spracharbeit bei der Ger­man Language School Conference (GLSC) in den USA“, an dem u. a. auch Parla­mentarischer Staatssekretär Dr. Christoph Bergner teilgenommen hatte. In seinem Beitrag zum Fachgespräch hatte Herr Dr. Bergner die Bedeutung der Arbeit der ame­rikanischen Samstagsschulen hervorgehoben, aber auch auf die besondere Situation der deutschen Minderheiten in Europa hingewiesen, für deren kulturelle Identität die Sprache eine besondere Bedeutung habe. Da die deutsche auswärtige Kulturpolitik die Tatsache zu wenig beachte, dass für deutsche Minder-heiten der Spracher­werb Identitätserwerb bedeute und deshalb einen besonderen Stellenwert verdiene, sei in der auswärtigen Kulturpolitik eine neue Akzentsetzung erforderlich. Herr Dr. Bergner führte in dem am 29.10.2009 auf der Moskauer Konferenz gehaltenen Vor­trag seine Gedanken zur Bedeutung der Sprache für die kulturelle Identität der deut­schen Min­derheit weiter aus und verstärkte gleichzeitig seine Kritik an der deutschen auswärti­gen Kulturpolitik, die die Bedürfnisse der deutschen Minderheiten vernach­lässige.

In einer Erklärung zur Arbeit der GLSC, die der VDA auf Bitte der Vorsitzenden der GLSC am 29.09.2009 herausgab, war deutlich geworden, dass das Fachgespräch vom 17.06.2009 einen Erfahrungs-austausch der Vertreter der GLSC mit Vertretern deutscher Minderheiten in den Staaten Mittel- und Osteuropas ermöglicht hatte. Da­mit war die Grundlage dafür gelegt worden, dass Gemeinsamkeiten und Unter­schiede in den Gegebenheiten und Voraussetzungen für die Bemühun-gen um den Erhalt der kulturellen Identität nutzbar gemacht werden konnten. Aus der Sicht des VDA erschien die Teilnahme der Vertreter der amerikanischen GLSC an der Mos­kauer Konferenz zur Beflügelung ihrer weiteren Arbeit geboten. Dieser Zusammen­hang zwischen dem Berliner Fachgespräch vom 17.06.2009 und der Moskauer Sprachkonfe-renz wurde in dem Grußwort des VDA an die Teilnehmer der Konferenz deutlich zum Ausdruck gebracht.

In den einzelnen Abschnitten der Konferenz zum Thema „Sprache als Grundlage der Identitätssicherung“ (Vorträge, Diskussionen und Workshops, Rundtischgespräche, Sektionen und Podiumsdiskussion) stellten die teilnehmenden Institutionen ihre bis­herige Arbeit vor. Dabei wurden sowohl Erfolge als auch Bedürfnisse nach Verbesse­rungen deutlich, die in einer Schlussresolution der Konferenz zusammengefasst wur­den.

Dr. Koloman Brenner, Universitätsdozent am Germanistischen Institut der EÖTVÖS LORÁND Universität in Budapest/Ungarn, Experte des Europarats und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Minderheiten in Europa (AGDM, Internet­seite: www.agdm.fuen.org) berichtete in einem Vortrag über die Aktivitäten der un­garndeutschen Landesselbstverwaltung im Bereich der Sprach- und Kulturpflege und schlug vor, das ungarische Modell, das auf der Europäischen Charta zu den Regio­nal- und Minderheitensprachen (Internetseite: www.coe.int/minlang) beruhte, überall dort, wo es möglich wäre, anzuwenden. Der Europarat erstelle regelmäßig einen Prüfbericht über die Einhaltung der Charta und schaffe damit die Grundlage für For­derungen an die Regierungen, wenn die Bestimmungen der Charta nicht erfüllt wür­den. Auch der Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV, Internetseite: www.fuen.org), Herr Hans Heinrich Hansen, beschäftigte sich in einem Rundtischgespräch mit dem Problem der Erhaltung der Minderheitenspra­che und gab einen Überblick über die vorliegenden Erfahrungen. Beide Herren er­wiesen sich für den VDA als hervorragende Gesprächspartner und signalisierten un­eingeschränkt ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem VDA und zu einem re­gelmäßigen Erfahrungsaustausch. Aus der vereinbarten Zusammenarbeit wird der VDA für seine Ziele und Aktivitäten nur Nutzen ziehen.

Von den für die deutsche Minderheit in Russland tätigen Mittlerorgani-sationen der auswärtigen Kulturpolitik berichteten die Deutsche Gesellschaft für Technische Zu­sammenarbeit (GTZ), das Goethe-Institut (GI), der Deutsche Akademische Aus­tauschdienst (DAAD) und die Zentralstelle für das deutsche Auslandsschulwesen (ZfA). Von den genannten Institutionen konnte nur die GTZ, die ja alle Hilfsmaßnah­men für die Russlanddeutschen einschließlich der Spracharbeit vom VDA übernom­men hatte, für sich beanspruchen, eine den Bedürfnissen entsprechende Hilfestel­lung beim Erhalt der kulturellen Identität zu geben. Das GI hat zwar neuerdings auch eine Beauftragte für die Förderung der der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation. Ihr Bericht lässt allerdings daran zweifeln, ob das GI auf dem Weg einer effektiven Unterstützung schon sehr weit fortgeschritten ist. Das gilt in noch größe­rem Maß auch für den DAAD, der aufgrund seiner institutionellen Zielsetzungen im Hochschulbereich auch nicht besonders für solche Aufgaben geeignet erscheint, und vor allem für die ZfA, die es im Gegensatz zu den übrigen Organisationen es noch nicht einmal für geboten hielt, ein offizielles Grußwort an die Konferenzteilnehmer zu richten.

Höhepunkt der Konferenzbeiträge war zweifellos der schon erwähnte Vortrag, den der Parlamentari­sche Staatssekretär Dr. Christoph Bergner, der beim Bundesminis­terium des Innern angesiedelt ist, zum Thema hielt. Er ging vom Koalitionsvertrag der neuen Bundes­regierung aus und erinnerte an die besondere Verantwortung, die ihm für die Deut­schen in den MOE- und GUS-Staaten übertragen worden sei. Die deut­schen Minder­heiten leisteten einen eigenständigen Beitrag zu den Brückenschlägen zwischen den Kulturen der Bundesrepublik Deutschland und der MOE- und GUS-Staaten, und ihre Förderung werde fortgesetzt.

Seine Gedanken richtete er zunächst auf die Rolle der Sprache bei der Festigung der kulturellen Identität einer ethnischen Minderheit. Dabei verwies er auf die im „Rah­menübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten“ völker­rechtlich verbindlich formulierten  Grundsätze, die den Minderheiten das Überleben sichern sollen. Daraus gehe hervor, dass das entscheidende Kriterium für die eigene Identität die Sprache sei, weil sie eben nicht nur ein Kommunikationsmittel neben anderen sei, sondern den Zugang zur Identität erst ermögliche.

Die Problematik der deutschen Minderheit in Russland sei besonders groß, weil hier eine besondere Geschichte vorliege, die durch Repression und Unterdrückung der deutschen Sprache gekennzeichnet sei. Die Pflege der deutschen Sprache bei den Russlanddeutschen sei ein Beitrag zu ihrer Rehabilitierung, und deshalb sei eine be­sondere Anstrengung erforderlich, die aber nicht allein vom Bundesinnen-ministerium zu leisten sei. Auch die deutsche auswärtige Kulturpolitik habe an der Sprachpflege und damit am Zugang zur ethnischen Identität mitzuwirken. Das dafür zuständige Auswärtige Amt müsse also dabei helfen, die für die Maßnahmen der kulturellen För­derung einer deutschen Minderheit erforderlichen Mittel bereitzustellen. 

Mit seiner Kritik an der deutschen auswärtigen Kulturpolitik eröffnet Herr Dr. Bergner für den VDA die Möglichkeit, im Gespräch mit dem Auswärtigen Amt der Frage nach­zugehen, ob die auswärtige Kulturpolitik neben den bisher verfolgten Zielen nicht auch die Belange der Deutschen im Ausland in den Blick nehmen muss und ob nicht eine Aufnahme des VDA in den Kreis der Mittlerorganisationen der auswärtigen Kul­turpolitik dieser Not­wendigkeit Rechnung trägt.

H. Graff 09.11

 

 


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VDA-Kalender 2010 "Burgen und Schlösser in Deutschland"


Die Kulturlandschaft Deutschlands wird durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Burgen und Schlössern geprägt. Zwischen Schleswig im Norden und dem Chiemsee im Süden, dem Rhein im Westen und der Oder im Osten gibt es eine Fülle mittelalterlicher Wehrburgen, von Renaissance- und Barockschlössern, die zu den beliebtesten Ausflugs- und Besuchszielen der Deutschen, aber auch ausländischer Touristen zählen. Die Bauten beeindrucken nicht nur durch ihre abwechslungsreiche Architektur, ihre malerische Lage und gepflegten Parkanlagen, die Besucher sind auch von der Geschichte und den Geschichten fasziniert, die mit den ehrwürdigen Gemäuern verbunden sind.

Von der großen Auswahl an sehenswerten Burgen und Schlössern in Deutschland werden im Kalender für das Jahr 2010 dreizehn vorgestellt. Darunter befinden sich so bekannte Anlagen wie Burg Eltz in der Eifel, für viele Besucher der Inbegriff einer deutschen Ritterburg, Burg Hohenzollern in der Schwäbischen Alb, eine der schönsten und meistbesuchten Burgen Europas, aber auch das Neue Schloss Herrenchiemsee in Oberbayern, von König Ludwig II. als „Bayerisches Versailles“ gedacht, das Barockschloss Moritzburg bei Dresden, die Kaiserburg in Nürnberg oder Schloss Charlottenburg in Berlin, das einzige noch erhaltene größere Schloss der Hohenzollern in der deutschen Hauptstadt.

Nicht unerwähnt sollen hier die herzoglichen und fürstlichen Residenzen in verschiedenen Teilen Deutschlands bleiben, wie Schloss Glücksburg in Schleswig, eine der bedeutendsten Schlossanlagen in Nordeuropa, Schloss Bernburg an der Saale, Schloss Bückeburg in Niedersachsen, Schloss Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern, Schloss Nordkirchen in Nordrhein-Westfalen, die Leuchtenburg in Thüringen und Schloss Arolsen in Hessen. 
Jedes dieser kulturhistorisch bedeutsamen Denkmale sticht durch seine Individualität und Einzigartigkeit hervor. Die vorgestellten Burgen und Schlösser sind öffentlich zugänglich und beherbergen Museen und Ausstellungen mit sehenswerten Exponaten zur eigenen Geschichte, mit wertvollen Kunstsammlungen aus den verschiedensten Epochen.  

Der neue Bildkalender des VDA enthält 13 Kunstdruckblätter, Format 24x34 cm und kann ab sofort über die VDA-Bundesgeschäftsstelle in Sankt Augustin bestellt werden. Preis: 10 Euro, inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Bei Abnahme von zehn Stück ein Gratisexemplar.

Bestellungen bitte richten an:
VDA-Verlags- und Vertriebs-GmbH
Kölnstraße 76
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 / 2 10 71
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E-Mail:
krieger@vda-globus.de

 

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Fachgespräch zum Thema „Stand und Perspektiven der Spracharbeit bei German Language School Conference in den USA“ in Berlin

Ergebnisniederschrift

Veranstalter:
  • Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland  e. V. (VDA)
  • Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Aus­land“
Zeit/Ort:

17.6.2009 , 13.00 - 17.00 Uhr

Reichstagsgebäude, Fraktionsebene, Raum 3N040

 

TEILNEHMER:

Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA)

Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“

 

  • Dr. Kay Lindemann, Vorsitzender der Stiftung „Verbundenheit mit den Deut­schen im Ausland“
  • Helmut Graff, VDA-Vorstandsmitglied und Bundesgeschäftsführer
  • Gerhard Müller, VDA-Vorstandsmitglied
Deutscher Bundestag
  • Dr. Peter Gauweiler MdB, Vorsitzender des Unterausschusses „Auswärtige Kul­tur- und Bildungspolitik“ im Deutschen Bundestag
  • Hans-Joachim Otto MdB, Vorsitzender des Ausschusses „Kultur und Medien“ im Deutschen Bundestag
Bundesregierung 
German Language School Conference  
Universität Bayreuth 
  • Prof. Dr. Bernd Müller-Jacquier, Lehrstuhl für Interkulturelle Germanistik an der Universität Bayreuth
Bundesverwaltungsamt 
  • Joachim Lauer, Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen
  • Frau Dr. Pinkert-Sältzer, Fachberaterin des Bundesverwaltungsamtes an der Ostküste der USA
Deutsch-Kulturelle Vereinigungen aus Polen 
  • Herr Bernhard Gaida, Vorsitzender des „Verbandes der deutschen sozial-kultu­rellen Gesellschaften“ (SKGD)
  • Herr Norbert Rasch, Vorsitzender der SKGD im Oppelner Schlesien
  • Frau Małgorzata Nowak-Daniel, SKGD im Oppelner Schlesien
  • Frau Zuzanna Donath-Kasiura, SKGD im Oppelner Schlesien
  • Frau Anna Skuballa, SKGD im Oppelner Schlesien
Deutsch-Kulturelle Vereinigungen aus der Russischen Föderation 
  • Herr Heinrich Martens, Präsident des „Rates und der Föderalen National-Kultu­rellen Autonomie der Russlanddeutschen“
  • Frau Olga Martens, stellvertretende Vorsitzende des „Internationalen Ver­bands der deutschen Kultur“ (IVDK)
  • Herrn Dr. Denis Zykalow, Koordinator der Sprach- und Bildungsprojekte des IVDK

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Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland überreicht Benefizpuzzle des Bayreuther Künstlers Matthias Ose an Bundestagspräsident Norbert Lammert

Aus Anlass des 50. Geburtstages des Parlamentarischen Geschäftsführers der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag und Bayreuther Bundestagabgeordneten, Hartmut Koschyk MdB, überreichte die in Bayreuth ansässige Stiftung "Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland" im Berliner Reichstagsgebäude ein Benefizpuzzle mit dem Reichstagsgebäude als Motiv des Bayreuther Künstlers Matthias Ose an Bundestagspräsident Norbert Lammert MdB. Gesponsert wurde das Puzzle, dessen Erlös der Stiftung Verbundenheit zugute kommt, von der Deutschen Bahn AG.

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Pressemitteilung 23.04.2009

 


Was uns trägt - Jubiläumsschrift zum 50. Geburtstag von Hartmut Koschyk

Aus Anlass des 50. Geburtstages von Hartmut Koschyk MdB ist bei der VDA-Verlags- und Vertriebsgesellschaft die Jubiläumsschrift „Was uns trägt“ erschienen.

Weggefährten von Hartmut Koschyk, die ihren Lebensweg gemeinsam mit ihm beschritten und dabei sowohl gemeinsam wie auch miteinander gestritten haben, haben zusammen mit Hartmut Koschyk einen Blick zurückgeworfen und dabei die Frage aufgegriffen, was uns trägt.

Dabei haben die Autoren ein breites Spektrum an Themen aufgegriffen. Rainer Eppelmann, Minister a. D., Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, hat sich unter dem Titel „Das Erbe der friedlichen Revolution bewahren“ mit dem bleibenden Vermächtnis des demokratischen Aufbruchs in der DDR für ganz Deutschland befasst. „Das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns – wirtschaftliches Handeln in christlicher Verantwortung“ ist ein Thema, welches den Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V., Dr. Werner Schnappauf, beschäftigt und das gerade angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Tagesordnung gehört. Grundsätzlicher nähert sich der Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert MdB der Frage, wie „Politik auf Grundlage des christlichen Menschenbilds“ aussieht. Mit dem Wesen demokratischer Politik und vor allem mit dem Wesen des Politikers beschäftigt sich in Reimform als „Fürstenspiegel für Demokraten“ der Regionalbischof im Kirchkreis Ansbach-Würzburg, Christian Schmidt.

Weitere Beiträge in der Jubiläumsschrift stammen von

  • Horst Seehofer, Ministerpräsident des Freistaates Bayern
  • Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
  • Dr. Günther Beckstein, Bayerischer Ministerpräsident a. D.
  • Alfons Nossol, Erzbischof der Diözese Oppeln
  • Otto Schily MdB, Bundesinnenminister a. D.
  • Kim Dae-jung, Präsident der Republik Korea a. D. und Friedensnobelpreisträger 2000
  • Dr. Angela Merkel MdB, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
  • Dr. Ivo Sanader, Ministerpräsident der Republik Kroatien
  • Dr. Peter Ramsauer MdB, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe
  • Gerd Poppe, Minister a. D. und ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe
  • Dr. Dieter George, Kulturbeauftragter der Stadt Forchheim
  • Maximiliane Koschyk, Tochter von Hartmut Koschyk, Studentin der Regionalwissenschaften mit Schwerpunkt China und Sozialwissenschaften in Köln
  • Hartmut Koschyk MdB, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag

Das Buch ist über die Verlags- und Vertriebsgesellschaft des VDA per E-Mail über den VDA unter info@vda.de für den Preis von 9,80 Euro erhältlich.

 


Deutsch steht als Fremdsprache hoch im Kurs


Dr. Denis Zykalow und Olga Wasiljevna Kaplina vom internationalen Verband der Deutschen Kultur in Russland besuchen auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk (von links) Bayreuth und setzen dabei auf eine künftige Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für interkulturelle Germanistik.

Russische Föderation: Deutsch steht als Fremdsprache hoch im Kurs / Internationaler Verband der Deutschen Kultur in Russland holt sich Anregungen an der Universität Bayreuth.

Bayreuth – Deutsch ist in der Russischen Föderation nach Englisch die Fremdsprache, die am meisten nachgefragt wird. Das haben Olga Wasiljevna Kaplina und Dr. Denis Zykalow vom internationalen Verband der Deutschen Kultur in Moskau bei einem Besuch der Universität Bayreuth erklärt. Bereits ab der 2. Jahrgangsstufe lernten die russischen Schüler eine Fremdsprache, in der Regel Englisch. Von der 5. bis zur 11. Klasse komme an den meisten Schulen eine zweite Fremdsprache als Pflichtfach hinzu. Dabei würden sich die Schulen in der Regel für Deutsch entscheiden.

Damit die Deutschlehrer an den russischen Schulen, aber auch in den landesweit rund 400 außerschulischen Begegnungsstätten optimal auf den Unterricht, beziehungsweise die Sprachkurse vorbereitet sind, werden sie vom Internationalen Verband der Deutschen Kultur unter anderem mit einer ganzen Reihe verschiedener Publikationen unterstützt. Um weitere Anregungen dafür zu erhalten waren die beiden Vertreter des Verbandes auf Einladung des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) und seines Vorsitzenden, dem parlamen-tarischen CSU-Landesgruppengeschäftsführer und Bundestagabgeordneten Hartmut Koschyk, an die Universität in Bayreuth gekommen.

Mit dem dortigen Lehrstuhl für interkulturelle Germanistik habe der VDA schon mehrfach zusammengearbeitet, erklärte Koschyk. Nun soll die Fakultät etwa dabei helfen, vorhandene Lehrwerke für die russischen Bedürfnisse bereitzustellen und aufzuarbeiten. Aus der Kooperation könnte sich durchaus eine fruchtbare Partnerschaft ergeben, mit deren Hilfe die große Offenheit für deutsche Sprache und Kultur in Russland nachdrücklich gefördert wird, so Koschyk.

Dr. Zykalow zufolge organisiert der internationale Verband der Deutschen Kultur zum Beispiel Wettbewerbe, bei denen Schüler Deutsch lernen oder ihre Deutschkenntnisse verbessern können. Darüber hinaus bereitet der Verband Seminare für Deutschlehrer vor, in denen ihnen Literatur und Lehrwerke zur Verfügung gestellt werden. Auch ein Infoportal im Internet mit Sprachkurs besteht bereits. Das breite Zeitschriftenangebot, das der Verband regelmäßig erarbeitet, habe in erster Linie die russischen Deutschlehrer als Zielgruppe, erklärte Olga Kaplina, die selbst als Deutschlehrerin in Moskau tätig ist und die Redaktion der vielfältigen Publikationen betreut. Für die Zukunft plant sie, die Arbeit des Verbandes noch mehr auf Kinder und Jugendliche auszurichten, damit Deutsch als Fremdsprache in Russland weiterhin hoch im Kurs bleibt.

 


 

Reaktionen auf die Unterschriften-Aktion "Deutsch ins Grundgesetz"

 


VDA-Kalender 2009: Weltkulturerbe in Deutschland


Das Thema des VDA-Bildkalenders für das Jahr 2009 ist ein altes: Weltkulturerbe in Deutschland. Neu sind die Motive, die auf den 13 Kunstdruckblättern dargestellt werden. Wie im Vorjahreskalender handelt es sich um Kultur- und Naturerbestätten, die einen „außergewöhnlichen universellen Wert besitzen“ und wegen ihrer „Einzigartigkeit“, „Authentizität“ und „Integrität“ als Bestandteil des Welterbes der Menschheit erhalten werden müssen. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) führt diese Stätten seit 1972 in einer jährlich erneuerten Welterbeliste auf, die inzwischen insgesamt 878 Denkmäler in 145 Ländern umfasst. 

Es gibt wenige Länder, die so viele Welterbestätten zu bieten haben wie Deutschland. Es sind zur Zeit 33 Denkmäler – Dome, Schlösser, Gärten, Klöster, Stadtensembles, Industrieanlagen - , die auf der Welterbeliste der UNESCO stehen. Zuletzt sind im Juli 2008 sechs Siedlungen der Berliner Moderne als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Die in den Jahren 1913 bis 1934 entstandenen Siedlungen repräsentieren einen neuen Typus des sozialen Wohnungsbaus aus der Zeit der klassischen Moderne und hätten in der Folgezeit einen beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung von Architektur und Städtebau ausgeübt, wie es in der Begründung der UNESCO heißt.      

Im Kalender 2009 wollen wir Sie mit Kultur- und Naturdenkmälern vertraut machen, die zum Teil weltberühmt sind, wie der Kölner Dom, die größte Kathedrale Deutschlands, das Schloss Sanssouci in Potsdam, die Residenz zu Würzburg oder das Bremer Rathaus, aber auch mit weniger bekannten Stätten wie der Wallfahrtskirche „Die Wies“ im oberbayerischen Alpenvorland, dem Kloster Maulbronn bei Karlsruhe, dem Industriekomplex Zeche Zollverein in Essen oder den Altstädten von Goslar und Stralsund. Auch ein Sorgenkind des deutschen Weltkulturerbes, das Dresdner Elbtal, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten – obwohl ihm wegen des Baus der Waldschlösschenbrücke die Aberkennung des Welterbestatus droht. 

Der neue Bildkalender des VDA enthält 13 Kunstdruckblätter, Format 24x34 cm und kann ab sofort über die VDA-Bundesgeschäftsstelle in Sankt Augustin bestellt werden. Preis: 10 Euro, inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Bei Abnahme von zehn Stück ein Gratisexemplar.

Bestellungen bitte richten an:
VDA-Verlags- und Vertriebs-GmbH
Kölnstraße 76
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 / 2 10 71
Fax: 02241 / 2 92 41
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info@vda-globus.de

 


 

VDA und VDS fordern: Deutsche Sprache im Grundgesetz verankern!

Pressemitteilung vom 02.07.2008

Anders als in Österreich, in Liechtenstein und in der Schweiz ist die deutsche Sprache in Deutschland nur in verschiedenen nachgeordne­ten Gesetzen, nicht aber im Grundgesetz als Landessprache festgelegt. Deshalb fordern der Bundesvorsitzende des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), Hartmut Koschyk MdB, und der Bundesvorsitzende des Vereins Deutsche Sprache (VDS), Prof. Walter Krämer, einen Zusatz in Artikel 22 des Grundgesetzes: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch“. Dies erklärten die beiden Bundesvorsitzenden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Bundeshauptstadt.

Die beiden Vereine haben die Unterschriftenaktion „Deutsch ins Grundgesetz“ ins Leben gerufen, um durch eine Verfassungsergän­zung dafür zu sorgen, dass die deutsche Sprache Verfassungsrang er­hält.  

Hierzu erklärt der VDA-Bundesvorsitzende Hartmut Koschyk:  „Es entspricht der Bedeutung der deutschen Sprache, dass sie neben den nationalen Symbolen Bundesflagge und Hauptstadt in Artikel 22 des Grundgesetzes Verfassungsrang erhält. Nicht nur 18 europäische Län­der haben den Passus über die Landessprache in die Verfassung auf­genommen, sondern z. B. auch die Türkei und Korea. Wir Deutsche sollten uns wieder auf die Gestaltungskraft unserer Sprache besinnen, die Voraussetzung unserer kulturellen Identität ist. Der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland setzt sich seit Jahren für die Bewahrung der deutschen Sprache und Kultur der im Ausland leben­den Deutschen und deutschen Gemeinschaften ein. Dadurch  erfahren wir stets aufs Neue die enorme  Bindewirkung, die von der deutschen Sprache für die eigene kulturelle Identität ausgeht. Die deutsche Spra­che ist das Bindeglied, das auch in Deutschland alle Teile unserer Ge­sellschaft zusammenhält.     

Bereits vor über 1000 Jahren erklärte der spanische Kirchenlehrer Isi­dor von Sevilla, dass „aus den Sprachen die Völker und nicht aus den Völkern die Sprachen entstanden“ sind. Zweifellos trifft dies insbe­sondere für die Geschichte Deutschlands zu. Ich stimme dem deut­schen Verfassungsrechtler Paul Kirchhof uneingeschränkt zu, dass sich die deutsche Einigung wesentlich auf die in der Sprachgemein­schaft vorgefundene Kulturgemeinschaft stützt.                                                  

Wir müssen einem schleichenden Bedeutungsverlust der deutschen Sprache entgegenwirken. Eine im April diesen Jahres durchgeführte repräsentative Bevölkerungsumfrage des Institus für Demoskopie Al­lensbach zeigt: 65 Prozent der Bundesbürger sind der Ansicht, dass die deutsche Sprache zu verkommen droht! Nicht nur Ältere sorgen sich dabei um einen Verfall der deutschen Sprache, sondern auch in der jüngeren Generation sieht dies jeder Zweite so.                                      

VDA und VDS werben für eine Ergänzung unseres Grundgesetzes in Artikel 22: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch“. Wenn wir der deutschen Sprache Verfassungsrang verleihen, setzen wir ein Sig­nal, welche Bedeutung und Wertschätzung wir der deutschen Sprache einräumen. Gerade Bürgerinnen und Bürger unseres Landes mit Migrationshintergrund können eine solche Verfassungsergänzung als Ansporn begreifen, die deutsche Sprache als Schlüssel für eine er­folgreiche Integration zu verstehen. Des Weiteren würde man der berechtigten Forderung nachhaltig Gewicht verleihen, dass in der Eu­ropäischen Union Deutsch als Arbeitssprache endlich gleichberechtigt neben Englisch und Französisch Verwendung findet. Die durchge­führte repräsentative Bevölkerungsumfrage des Instituts für Demosko­pie Allensbach belegt: Die Mehrheit der Bevölkerung fordert eine stärkere Verwendung der deutschen Sprache in der EU und ist der Meinung, dass die Verständigung auf eine einzige gemeinsame Spra­che in der EU den kulturellen Verlust nicht aufwiegen könnte.                                               

Die Landessprache bietet die geistige Lebensgrundlage, um Kultur und Werte der Gesellschaft zu verstehen und weiterzuentwickeln, auch in Verantwortung für künftige Generationen. Ein nachhaltiges Mittel gegen deren Zerfall und zugleich ein wichtiges Signal an alle, die aus anderen Ländern dieser Welt nach Deutschland kommen, wäre zweifellos ein neuer Artikel 22 a im Grundgesetz: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch!“.   

VDA und VDS fordern: Deutsche Sprache im Grundgesetz verankern! Pressemitteilung vom 02.07.2008 als PDF Datei

Anlagen:                                                                 

Argumente zur Landessprache Deutsch

Sprachregelungen in den Verfassungen anderer Länder


 Deutsch ins Grundgesetz! 

Eine gemeinsame Aktion des Vereins Deutsche Sprache e. V. (VDS) und des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA)

In Österreich, in Liechtenstein und in der Schweiz ist die deutsche Sprache in der Verfassung verankert. Aber in Deutschland nicht. Weil Wirtschaft und Wissenschaft unsere Sprache zunehmend durch Englisch ersetzen, fordern wir einen Zusatz in Artikel 22 des Grundgesetzes: "Die Sprache der Bundesrepublik Deutschland ist Deutsch." 

Name                        Wohnort                                     Unterschrift

 

Einsenden an: Verein Deutsche Sprache e.V., Postfach 104128, 44041 Dortmund

oder an: Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA), Kölnstr.76, 53757 Sankt Augustin

Deutsch ins Grundgesetz!- Unterschriftenliste als PDF Datei


Deutsche Samstagsschulen in den USA

Deutsche Samstagsschulen in den USA dankbar für VDA-Unterstützung

Die sogenannten deutschen Samstagsschulen in den USA, die sich 1977 zu einem Dachver­band unter dem Namen „German Language School Conference“ zusammengeschlossen ha­ben, sind sehr dankbar für die Unterstützung des VDA. Dies äußerten die Präsidentin des Verbandes, Frau Renate von Ludanyi, sowie das Vorstandsmitglied, Frau Sigrid Haas-Belluz, beim Gespräch mit dem VDA-Bundesvorsitzenden, Hartmut Koschyk MdB, in Berlin. Der VDA hat die Samstagsschulen in den vergangenen Jahren wie folgt unterstützt:

Ø      2002:   Finanzierung eines Werbevideos

Ø      2003:   Finanzierung eines Bildungsservers

Ø      2005:   Unterstützung der laufenden Arbeit durch einen Kostenzuschuss

 Ø      2006:   Förderung einer Studie über die Entstehung und Funktion der Samstagsschulen        (Bachelor-Abschlussarbeit an der Universität Bayreuth)

 Ø      2007:   Unterstützung der laufenden Arbeit durch einen Kostenzuschuss

Die vom VDA geförderte Bachelor-Abschlussarbeit von Frau Kathleen Opoku „Profile deutschstämmiger Heritage Learners in den Samstagsschulen der USA“ bietet eine gute Grundlage, die kulturpolitische Bedeutung dieser eindrucksvollen Privatinitiative auch in Deutschland stärker bewusst zu machen.

Für das nächste Jahr wurde ein Fachgespräch in Berlin vereinbart, bei dem mit Verantwortli­chen der Auswärtigen Kulturpolitik, der Wissenschaft und der Politik die Stärkung der Arbeit der Samstagsschulen diskutiert werden soll. VDA-Bundesvorsitzender Hartmut Koschyk MdB hat sich dafür ausgesprochen, die Samstagsschulen in den USA in das Förderprogramm der Auswärtigen Kulturpolitik für die deutsche Sprache aufzunehmen. Gerade die Samstags­schulen in den USA würden viele Familien erreichen und hätten einen hohen Multiplikatoren­effekt. Auch würden in den Samstagsschulen neben der deutschen Sprache auch deutsche Traditionen und Lebensart vermittelt. Besonders beeindruckt zeigte sich Koschyk, dass in den Samstagsschulen bereits Kleinkindern die deutsche Sprache vermittelt wird.

In ihrer wissenschaftlichen Arbeit kommt Kathleen Opoku zu einem sehr positiven Resümee, was die Arbeit der Samstagsschulen in den USA anbelangt. Wörtlich heißt es in der Studie: „Deutschsprachige heritage learners, die vor allem während ihrer Kindheit auf eine kontinu­ierliche Ausbildung in den Private German Language Schools gesetzt haben, verfügen über außerordentliche wertvolle Kompetenzen, von denen die Vereinigten Staaten beispielsweise in der Politik, im Gesundheitswesen oder auch in der Wirtschaft profitieren können. Speziell bezogen auf die Samstagschüler gilt ein weiterer unterstützender Faktor. Der Großteil dieser Studenten kommt aus einer ökonomisch starken Familie. Eine Umfrage im letzten Jahr hat ergeben, dass die meisten Familien einen akademischen Hintergrund haben. … Aus deutscher Perspektive, so Kathleen Opoku, „besitzen die Samstagsschüler in den Vereinigten Staaten ebenfalls wichtige Kernkompetenzen, die für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und den USA wichtig sind.“

 


 

VDA und IVDK intensivieren Zusammenarbeit

Der Vorsitzende des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), Hartmut Koschyk MdB,hat sich in Berlin mit dem Vorsitzenden des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur (IVDK) in der Russischen Föderation, Herrn Heinrich Martens, getroffen und eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart.

Der internationale Verband der deutschen Kultur (IVDK) ist die Assoziation der gesellschaftlichen Vereinigungen der Russlanddeutschen in der Russischen Föderation. Der IVDK vereinigt dabei die sogenannten Begegnungszentren (BZ) der deutschen Kultur aus vielen Regionen Russlands. Zu den Gemeinschaftsmitgliedern des Verbandes gehören auch nationale Organisationen der Deutschen in Weißrussland, Moldau, Usbekistan, Aserbaidschan, Georgien und Estland sowie einige deutsche Gesellschaften in Kirgisien, Kasachstan und in der Ukraine. Der IVDK vertritt die Interessen der Begegnungszentren auf föderalem Niveau. Für die Koordinierung ihrer Tätigkeit auf regionalem Niveau wurden in den Föderalkreisen Russlands zwischenregionale Räte der Begegnungszentren gegründet, die zur Stärkung des Selbstorganisierungssystems der Russlanddeutschen beitragen. Das Hauptziel der Verbandstätigkeit ist die Erhaltung der kulturellen Identität und Gemeinschaft der Russlanddeutschen. Dafür werden Festivals und Tage der deutschen Kultur, Gemäldeausstellungen und Ausstellungen der historischen Materialien veranstaltet, Seminare und wissenschaftliche Konferenzen durchgeführt sowie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen herausgegeben.

VDA-Chef Koschyk: "Der IVDK leistet einen herausragenden Beitrag bei der Weiterentwicklung der Selbstorganisierung der Russlanddeutschen und fördert die Pflege der deutschen Kultur in der Russischen Föderation. Der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) arbeitet erfolgreich mit dem IVDK zusammen, fördert dabei den Jugend- und Schüleraustausch und unterstützt finanziell deutschsprachige Publikationen in der Russischen Föderation. Um den IVDK in seiner Arbeit weiter zu stärken, will der VDA die Unterstützung des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur weiter ausbauen. Der VDA-Bundesvorstand hat bereits als erste Maßnahme eine Verstärkung des Schüleraustausches für das kommende Jahr beschlossen. Ebenso ist angedacht, ein Konzert zu entwickeln, um die Vermittlung der deutschen Sprache in Einrichtungen des IVDK nachhaltig zu fördern."

 




(V.L.) Der Verlagsvertreter der "Moskauer Deutsche Zeitung" des IVDK in Deutschland, Wolfram Löbnitz, der VDA-Bundesvorsitzende Hartmur Koschyk MdB, die geschäftsführende Gesellschafterin der "Moskauer Deutschen Zeitung", Frau olga Martens und der Vorsitzende des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur (IVDK) in der Russischen Föderation, Herr Heinrich Martens

VDA-Kalender 2008: Weltkulturerbe in Deutschland


Seit fünfzig Jahren erscheint er nun schon, der Bildkalender des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA). Und er erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei Mitgliedern, Förderern und Freunden des VDA im In- wie im Ausland. Seine Thematik ist breit gestreut, die Aufmachung ansprechend. Für das Jahr 2008 hat die Redaktion wieder ein besonderes Thema ausgewählt: „Weltkulturerbe in Deutschland“.
Im November 1972 hat die Generalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) das „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ verabschiedet. Ziel dieser internationalen Konvention, die bis heute von 184 Staaten unterzeichnet wurde, ist es, Zeugnisse vergangener Kulturen und einzigartige Naturlandschaften, die einen „außergewöhnlich universellen Wert besitzen“, zu erfassen und als „Bestandteil des Welterbes der ganzen Menschheit zu erhalten“. Die Welterbeliste umfasst mittlerweile 851 Stätten in 141 Ländern. 32 dieser außergewöhnlichen, einzigartigen Denkmäler stehen in Deutschland. Dreizehn davon werden im Kalender 2008 vorgestellt.  Zu den Welterbestätten in Deutschland gehören bekannte Schlösser und Parks wie zum Beispiel Schloss Augustusburg in Brühl, die Wartburg bei Eisenach, die erstaunlich gut erhaltenen römischen Baudenkmäler in Trier, die romantische Kulturlandschaft im Oberen Mittelrheintal, die Museumsinsel in Berlin, die Altstadtensembles von Lübeck oder Bamberg, großartige Kirchenbauten wie der Kaiserdom zu Aachen, aber auch Industriedenkmäler wie die Völklinger Hütte. Der Aachener Dom, eines der berühmtesten Denkmäler abendländischer Baukunst, war übrigens das erste deutsche Bauwerk, das 1978 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Auf der Rückseite der Kalenderblätter bringen wir eine kurze Einführung zu der jeweiligen Welterbestätte.
Der neue Bildkalender des VDA enthält 13 Kunstdruckblätter, Format 24x34 cm und kann ab sofort über die VDA-Bundesgeschäftsstelle in Sankt Augustin bestellt werden. Preis: 10 Euro, inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Bei Abnahme von zehn Stück ein Gratisexemplar.

Bestellungen bitte richten an:
VDA-Verlags- und Vertriebs-GmbH
Kölnstraße 76
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 / 2 10 71
Fax: 02241 / 2 92 41
E-Mail: krieger@vda-globus.de

 

 

 


50 Jahre "Neue Zeitung" Budapest

Das in Budapest erscheinende deutschsprachige Wochenblatt „Neue Zeitung“ wird 50 Jahre alt. Es ist 1957 gegründet worden und somit das älteste in der Nachkriegszeit entstandene Medium, das sich an die deutsche Minderheit in Ungarn wendet und deren spezifischen Belange und Interessen zu artikulieren versucht. Mit unterschiedlichem Erfolg. Anfang der sechziger Jahre gab es bereits eine kleine „Aufbruchphase“, der jedoch – trotz des Engagements einzelner Redakteure - eine lange Periode der Apathie folgte. In den fünfzig Jahren ihres Bestehens hat die ‚Neue Zeitung’ viele Höhen und Tiefen erlebt, ehe ihr mit der Wende der Durchbruch gelungen und sie das geworden ist, was sie heute ist: das deutschsprachige Wochenblatt der Ungarndeutschen. Die Ungarndeutschen sind die erklärte Zielgruppe der Zeitung. Für sie wird das Blatt gemacht.

Die ‚Neue Zeitung’ berichtet ausführlich und kompetent über all jene Bereiche, über die ein Ungarndeutscher in anderen (ungarischen) Zeitungen nichts finden kann: Über die ungarische Minderheitenpolitik, über Geschichte und Gegenwart der deutschen Minderheit, die Tätigkeit der seit 1994 bestehenden Selbstverwaltungen, der Vereine und Kulturgruppen u.a.m. Ein Hauptanliegen der Zeitung war und ist die Pflege der deutschen Sprache und der Kultur der Ungarndeutschen in all ihren Facetten. Diese Bemühungen der Redaktion werden nicht nur von der Leserschaft honoriert, auch im Ausland finden sie Anerkennung. Bekanntlich hat die ‚Neue Zeitung’ dafür den Kulturpreis des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) für das Jahr 1999 erhalten. Mit ihrem Engagement auf dem Gebiet der Sprache und Kultur leistet das Blatt einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Bewahrung und Stärkung der Identität der Ungarndeutschen.  

 


Bundespräsident Horst Köhler in Hermannstadt/Sibiu


Zunftgemäß trinkt Bundespräsident Köhler mit Wandergesellen aus einem Bierstiefel

Ein Bericht der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ)

Es sei für ihn „ganz selbstverständlich“ gewesen, in Rumänien außer Bukarest auch Hermannstadt/Sibiu zu besuchen, sagte der deutsche Bundespräsident Horst Köhler Dienstagvormittag im Bürgermeisteramt. Er beglückwünschte die Stadt zum Titel einer europäischen Kulturhauptstadt, auch „weil es hier deutsche Wurzeln gibt und Menschen verschiedener Herkunft und Religion friedvoll zusammen leben und arbeiten.“ Nach einem kurzen Gespräch mit Bürgermeister Klaus Johannis und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt unternahmen der Bundespräsident und die deutsche Delegation einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt zum Brukenthalgymnasium. Dort führte Bundespräsident Köhler ein Gespräch mit Zehnt- und Elftklässlern. Anschließend ging er zur Herberge der Wandergesellen, wo er sich mit diesen über deren Projekt austauschte.

Ein beeindruckendes Treffen des Bundespräsidenten Köhler fand im Bischofspalais mit Repräsentanten der evangelischen und katholischen Kirche sowie des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien statt. Bischof D. Dr. Christoph Klein sagte, dass trotz Schrumpfung der Mitgliederzahlen voller Hoffnung in die Zukunft geblickt wird. Von Seiten des Siebenbürgenforums sprach Dr. Paul-Jürgen Porr über das Schulwesen in deutscher Sprache und bat, die Fördermittel für die deutsche Minderheit nicht noch weiter zu reduzieren. Das Leben der deutschsprachigen Gemeinschaften im Banat stellte Michael Szellner vor und der Hermannstädter Stadtpfarrer Kilian Dörr präsentierte das Gemeindeleben sowie die sozialen Projekte.

Er habe in Hermannstadt so viele Anhaltspunkte gehört, gesehen und erlebt, dass dieser Besuch für ihn eine Bestätigung dessen ist, dass Europa eine Zukunft hat, sagte Bundespräsident Köhler. Dies vor allem wegen der christlichen Verankerung und dem Gemeinschaftsgeist, die er hier erahne und die man in der europäischen Entwicklung gut gebrauchen könne, weil man sich über der Technik und Wirtschaft auch Gedanken machen müsse, „was uns zusammen hält im Geistigen, Seelischen und Emotionalen“.

Gerade in Hermannstadt habe er hierfür so viele Anhaltspunkte gesehen und erlebt, dass er bereichert nach Hause fahre.

 

VDA-Kalender 2010: "Burgen und Schlösser in Deutschland"
10.08.09 19:33
Alter: 1 Jahr(e)


VON: FRICK





Die Kulturlandschaft Deutschlands wird durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Burgen und Schlössern geprägt. Zwischen Schleswig im Norden und dem Chiemsee im Süden, dem Rhein im Westen und der Oder im Osten gibt es eine Fülle mittelalterlicher Wehrburgen, von Renaissance- und Barockschlössern, die zu den beliebtesten Ausflugs- und Besuchszielen der Deutschen, aber auch ausländischer Touristen zählen. Die Bauten beeindrucken nicht nur durch ihre abwechslungsreiche Architektur, ihre malerische Lage und gepflegten Parkanlagen, die Besucher sind auch von der Geschichte und den Geschichten fasziniert, die mit den ehrwürdigen Gemäuern verbunden sind.

Von der großen Auswahl an sehenswerten Burgen und Schlössern in Deutschland werden im Kalender für das Jahr 2010 dreizehn vorgestellt. Darunter befinden sich so bekannte Anlagen wie Burg Eltz in der Eifel, für viele Besucher der Inbegriff einer deutschen Ritterburg, Burg Hohenzollern in der Schwäbischen Alb, eine der schönsten und meistbesuchten Burgen Europas, aber auch das Neue Schloss Herrenchiemsee in Oberbayern, von König Ludwig II. als „Bayerisches Versailles“ gedacht, das Barockschloss Moritzburg bei Dresden, die Kaiserburg in Nürnberg oder Schloss Charlottenburg in Berlin, das einzige noch erhaltene größere Schloss der Hohenzollern in der deutschen Hauptstadt.

Nicht unerwähnt sollen hier die herzoglichen und fürstlichen Residenzen in verschiedenen Teilen Deutschlands bleiben, wie Schloss Glücksburg in Schleswig, eine der bedeutendsten Schlossanlagen in Nordeuropa, Schloss Bernburg an der Saale, Schloss Bückeburg in Niedersachsen, Schloss Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern, Schloss Nordkirchen in Nordrhein-Westfalen, die Leuchtenburg in Thüringen und Schloss Arolsen in Hessen.

Jedes dieser kulturhistorisch bedeutsamen Denkmale sticht durch seine Individualität und Einzigartigkeit hervor. Die vorgestellten Burgen und Schlösser sind öffentlich zugänglich und beherbergen Museen und Ausstellungen mit sehenswerten Exponaten zur eigenen Geschichte, mit wertvollen Kunstsammlungen aus den verschiedensten Epochen.  

Der neue Bildkalender des VDA enthält 13 Kunstdruckblätter, Format 24x34 cm und kann ab sofort über die VDA-Bundesgeschäftsstelle in Sankt Augustin bestellt werden. Preis: 10 Euro, inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Bei Abnahme von zehn Stück ein Gratisexemplar.

Bestellungen bitte richten an:
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Kölnstraße 76
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 / 2 10 71
Fax: 02241 / 2 92 41
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